Füttern im Urlaub

3food UG 28.06.2019 Freizeit mit Hund Zurück zur Übersicht


Füttern im Urlaub

Viele Hundebesitzer verbringen die schönste Zeit im Jahr  - die Urlaubszeit -  zusammen mit Ihren Vierbeinern. Dafür müssen einige Reisevorbereitungen getroffen werden, wie Impfung, Transport, Reiseapotheke, Schlafplatz, Maulkorb, Näpfe & Co.,. 

Und abgesehen davon lautet  die wohl am häufigsten gestellte Frage: „Was füttere ich meinem Hund im Urlaub?“

Futterumstellung nur für den Urlaub?

Generell muss man extra für den Urlaub keine Futterumstellung vornehmen. Auch der Hund muss sich im Urlaub auf viele neue Eindrücke einstellen.  Eine neue Umgebung, anderes Klima, geänderter Tagesrhythmus, neue Gerüche, kaum etwas ist so, wie im gewohnten Umfeld zu Hause. Viele neue Reize bringen oft auch einen gewissen Anteil von Aufregung mit sich, was sich ohnehin schon auf den Verdauungsapparat auswirken kann.

Manchmal ist es jedoch in der Tat notwendig, im Urlaub anders zu füttern. Zum Beispiel wenn man den Hund barft. Das ist nämlich oft ziemlich unpraktisch. Meist kann man kein Gefrorenes mitnehmen. Und beim Kauf vor Ort kennt man entweder die Qualität nicht oder man weiß auch gar nicht, wo man sich gefrorenes Fleisch kaufen kann.

Wenn Sie also doch das Futter umstellen, kann es natürlich immer passieren, dass Magen-Darm-Probleme auftreten.

Sollten Sie, aus welchen Gründen auch immer, eine Futterumstellung für den Urlaub vornehmen, sollten Sie am Besten 2 Wochen vor Abreise damit beginnen. Ihr Hund hat in seiner gewohnten Umgebung genügend Zeit, sich darauf einzustellen. Sie bekommen die Möglichkeit zu beurteilen, ob die Umstellung positiv erfolgt und er/sie das Futter gut annimmt und gut verdaut.

Zudem können Sie zu Hause auf eventuelle Komplikationen reagieren und auch noch Änderungen im Futterplan vornehmen.

Vor Ort Futter kaufen oder Futter einpacken?

Am besten sind Sie vorbereitet, wenn Sie entweder für die Dauer Ihres Urlaubes das gewohnte Futter einpacken oder vorab im Internet recherchieren, ob es das Futter vor Ort zu kaufen gibt.

Doch damit Sie auf der sicheren Seite sind, raten wir dazu, immer eine Ration Futter für die ersten Tage einzupacken. Dann können Sie in Ruhe am Urlaubsort ankommen, und müssen sich nicht direkt auf die Suche nach dem jeweiligen Fachhändler machen.

Futterrationen für den Urlaub berechnen

Haben Sie sich dafür entschieden, das Futter von Zuhause mitzunehmen, sollten Sie berechnen, wie viel Futter Sie einpacken müssen, um auch genügend Futter dabei zu haben.

Richtwerte bieten auch immer die jeweiligen Angaben des Herstellers auf den Verpackungen.

Meist wird die Futterration für den täglichen Bedarf nach Gewicht des ausgewachsenen Hundes errechnet und auch so angegeben oder in einer kleinen Tabelle dargestellt. Es können insofern immer nur Richtwerte angegeben werden, da in der Berechnung des individuelle tatsächlichen Bedarfes verschiedenen Faktoren, wie natürlich das Alter des Hundes, kastriert oder unkastriert, sowie die Aktivität eine Rolle spielt.

Hat man die Tagesration bereits ermittelt, stellen die Tage, die man auf Reise ist, den Multiplikator dar.

Bedarf im Urlaub

Im Grunde ist der Bedarf im Urlaub ähnlich wie zu Hause. Eventuell bewegt sich der Hund etwas mehr, weil Sie mehr Zeit im ihm draußen verbringen und er sich insgesamt mehr bewegt.

Aufbewahrung

Egal für welche Art der Fütterung Sie sich entscheiden, sorgen Sie immer dafür, dass das Futter so aufbewahrt wird, wie vorgesehen.

Trockenfutter
Trockenfutter sollte stets luftdicht verschlossen sein und sollte nicht nass oder feucht werden. Feuchtigkeit führt schnell zu Schimmelbildung. Es könnten giftige Schimmelpilze entstehen, die entweder Allergien oder Mykotoxikosen (Vergiftungserscheinung durch Schimmelpilze) hervorrufen können.

Nassfutter
Nassfutter sollte keinen hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Nicht nur, dass Nährstoffe und Vitamine zerstört werden, auch hier könnte das Futter schlecht werden und auch beim Hund zu einer Lebensmittelvergiftung führen.

Aufgeblähte Dosen könnten darauf hindeuten, dass eventuell Gärprozesse stattgefunden haben. Dann bitte am Inhalt riechen und überlegen, wie man den Zustand einschätzt.

Barf (Rohfutter)
Am schwierigsten ist wohl das Barfen im Urlaub vorzubereiten, es sei denn man hat ein Ferien- Haus/Wohnung gebucht.

Dabei sollte auf jeden Fall berücksichtigt werden, dass die Kühlkette nicht unterbrochen werden darf. Auch wenn Hunde Aasfresser sind, können Sie sich auch durch verdorbenes Rohfleisch eine Lebensmittelvergiftung zuziehen.

Je nachdem wie lange die Anreise ist, kann man einen bestimmten Anteil an gefrorenen Rationen in einer elektrischen Kühlbox mit sich führen und kauft dann vor Ort Frostfleisch, entweder im Fachhandel oder bei einem Metzger.

Wie Sie sehen, steht für jede Vorliebe des Fütterns mindestens ein Türchen offen und getreu nach dem Motto: „Frisst nicht, gibt’s nicht“, funktioniert das auch im Urlaub.

Und Sie können entspannt die Reise antreten.

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