Wurmkur für Hunde

3food UG 16.11.2018 Praktische Tipps Zurück zur Übersicht


Wann sollte man sie geben und gibt es Alternativen?

Viele Hundebesitzer entwurmen Ihre Hunde alle 3 – 6 Monate, in der Annahme, dass diese Art der „Therapieform“ eine Prophylaxe (vorbeugende Maßnahme einer Erkrankung) darstellt. Doch dem ist leider nicht so.

Wurmkuren können nur Würmer bekämpfen, die im Hund vorhanden sind. Hat der Hund keine Würmer, ist es eher sinnlos, regelmäßig den Organismus des Hundes mit Chemie systemisch zu belasten.

Wie infiziert sich ein Hund mit Würmern?

Häufig infiziert sich ein Hund durch das Schlecken an Kot anderer infizierter Artgenossen oder durch das Fressen von Mäusen, oder Fressen von Aas. Wälzt sich der Hund in Aas oder Kot, können auch die Eier im Fell bleiben, die der Hund dann über das Maul durch das Abschlecken des Fells aufnimmt.

Wurmbefall kann eine natürliche Begleiterscheinung einer artgerechten Haltung mit Freilauf sein und nicht wie oft irrtümlich auf eine unhygienische Haltung hinweisen.

Für Welpen besteht ein besonders großes Infektionsrisiko, da Welpen sich bereits im Mutterleib infizieren können, was gerade für junge Hunde ein schwerwiegendes Gesundheitsrisiko sein kann.

Symptome, die auf einen Wurmbefall deuten könnten:

  • Juckreiz um den Anus, sog. „Schlittenfahren“ bei Hunden
  • Durchfall und/oder Erbrechen
  • Verstopfung
  • Mangelerscheinungen durch Nährstoffentzug
  • Appetit- und Gewichtsverlust
  • Stumpfes Fell
  • Aufgeblähter „Wurmbauch“ (bei massivem Befall)
  • Sichtbare Würmer im Kot des Hundes

Wirkung der Wurmkur

Wird dem Hund die Wurmkur verabreicht (in Form einer Paste oder Tabletten), werden die Parasiten durch die Chemische Zusammensetzung eliminiert. Diese Wurmkur hat eine Wirkungsdauer von etwa 24 Stunden.

Das heißt, die Würmer werden im Darm des Hundes innerhalb einer Frist von etwa 24 Std. ab Einnahme bekämpft. Somit ist das Ausscheiden von infektiösen Wurmeiern nicht mehr möglich.

Das bedeutet gleichermaßen, sollte Ihr Hund nach der Frist von etwa 24 Stunden beim Spaziergang an dem Kot eines anderen infizierten Hundes schlecken oder eine Maus oder Aas fressen, kann er dadurch erneut von Parasiten befallen werden.

Das könnte für eine regelmäßige Entwurmung sprechen:

  • Entwurmungsprogramm bei Welpen
  • Der Hund frisst immer wieder Kot von Artgenossen
  • Leben Kleinkinder mit im Haushalt, die durch Lecken des Hundes, oder streicheln des Fells (Wurmeier befinden sich auch im Speichel des Hundes) infizieren könnten
  • Kosten sind je nach Körpergewicht des Hundes günstiger, als eine Kotprobe

Das spricht gegen eine regelmäßige Entwurmung

  • Dient nicht zur Prophylaxe, der Hund kann sich direkt danach wieder infizieren (siehe oben)
  • Wurmkuren sind Präparate mit chemischen Inhaltsstoffen, die für den Organismus eine Belastung darstellen
  • Generelle Nebenwirkungen

Alternative Methode: Kotprobe beim Tierarzt abgeben

Anstelle der strategischen Wurmkur kann man auch beim Tierarzt eine Kotprobe des Hundes abgeben. Dadurch ist es möglich, einen Wurmbefall festzustellen.

Damit die Kotprobe aussagefähig ist, muss der Kot von 3 aufeinander folgenden Tagen eingesammelt werden und bei ihrem Tierarzt abgegeben werden. Innerhalb von ein paar Minuten liegt das Ergebnis schon vor.

Maßnahmen, um Würmern beim Hund vorzubeugen
Wie oben bereits erwähnt stellen die Entwurmungsmedikamente mittels Tabletten oder Pasten vom Tierarzt keine Prophylaxe dar.

Es gibt einige natürliche Mittel, wie Kräuter und Pflanzenauszüge, denen man eine prophylaktische (vorbeugende) Wirkung nachsagt.

Dazu gehören:

  • Kokosöl/Kokosflocken
  • Petersilie
  • Karotten
  • Papaya/Papayakerne
  • Kürbiskerne/Kürbiskernöl

Dazu lassen Sie sich bitte von einem Ernährungsexperten beraten und sehen von einer Selbstmedikation ab!

Zusammenfassung

  • Regelmäßige Entwurmungen sind keine Prophylaxe
  • Regelmäßige Entwurmungen stellen eine Belastung für den Organismus dar
  • Alternativ können Kotproben Aufschluss über einen Befall geben
  • Kräuter, Pflanzen und bestimmte Obst -und Gemüsesorten werden eine prophylaktische Wirkung nachgesagt
  • Es ist ratsam, in regelmäßigen Abständen eine Kotprobe beim Tierarzt zur Untersuchung testen zu lassen

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